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So ein Tag, so wunderschön...

Es scheint eine ausgewogene Glücks- bzw. Unglücksverteilung übers Jahr zu geben. So entfällt auf jeden Erdenbürger Im tagesmittel jedes Jahr die gleiche Menge positiver und negativer Ereignisse. Der 29.02., wie sollte es anders sein, ist davon ausgenommen. An ihm sammeln sich überschüssige Geschehnisse aus vier Jahren und entladen sich im Schaltjahr wie ein Sommergewitter. Was in diesem Jahr schwerlich zu übersehen war. Es begann mit Platzregen und einem unwilligen bewältigten, leider notwendigen dreißigminütigen Fußmarsch durch ebenjenen. Fazit: Der Stoff meines Mantels trocknet unwahrscheinlich langsam.

An die unfreiwillige Dusche schloss sich alsbald eine psychosoziale Unpässlichkeit an. Fazit: Das gemeine Individuum ist an und für sich seiner Zeit angepasst. Um es mit Lady Windermere zu sagen: Ich würde es außerordentlich bedauernd, mit einem Zeitalter wie dem unseren in irgendeiner Weise zu harmonieren. Arme Welt. Arme Hysteriker, die mit Atemnot und Herzrasen auf sie reagieren und als direkte Konsequenz in virtuellem Selbstmitleid ertrinken.

Aber nichtsdestotrotz hatte der 29. noch nicht alle Trümpfe ausgespielt. Die Fahrt ins benachbarte Bundesland gestaltete sich, gelinde gesagt, umständlich. Die Verfasserin kann nicht umhin, ein gewisses Selbstverschulden einzuräumen, weist aber darauf hin, dass die Tafeln mit weiteren Zielen des betreffenden Nahverkehrsbundes an schlecht einsehbaren Stellen angebracht sind und ein Hinweis am Automaten gänzlich fehlt. Nach freundlicher Unterstützung eines Zuständigen (die Deutsche Bahn scheint das Problem zu kennen. Vorteil: Es besteht die reelle Chance, doch noch an einen gültigen Fahrschein zu kommen. Nachteil: Der »denglische« Ausdruck, der betreffende Personen als zuständig ausweist (»Automatenguide«, man stelle sich das vor!) zieht mir persönlich die Stiefel aus.) gelang es mir zwar, eine Fahrerlaubnis zu ergattern, nur war mein Zug natürlich bereits abgefahren. Nach weiterer Zuhilfenahme einer Bahnangestellten erschloss sich mir eine akzeptable andere Fortbewegungsart, die ich in diesem Moment wahrnehme. Fazit: Fahrkarten früher besorgen.
Interessanterweise sagte man mir bereits am Morgen nach der Wässerung, jetzt könne es ja nur noch besser werden. Ich vertraue also auf den weiteren Verlauf des Abends, wenn auch mit wenig Hoffnung…
Hütet euch vor Freitag, dem 29.02.

Später: Vom heutigen Abend bleibt besonders der »Türsteher« der als Konzertsaal und Diskothek genutzten Lokalität im Gedächtnis. Der zwar nicht gerade als Schrank zu bezeichnende, aber nichtsdestotrotz im Kapuzenpullover nicht unbeeindruckend aussehende Jungmensch steht am Einlass und schlürft Espresso aus einem niedlichen Espressotässchen, schafft es aber dennoch, nichts von seiner Wirkung einzubüßen.

Viel später: Jetzt, über zwei Monate, lässt sich sagen, dass der 29. durchaus positiv endete, vielleicht besser, als er hätte enden können, wäre es nach dem Willen der Verfasserin gegangen.

4.5.08 19:01


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Es erscheint mir tatsächlich so...

...als ob es Menschen wie mich gäbe. Ich weiß, diese Vermutung ist schockierend, aber nichtsdestotrotz drängt sie sich hin und wieder auf. Unweigerlich. Um einfallsloserweise über weitere Fälle im deutschen Schilderwald zu referieren: Die Betreiber eines der vielen Nahrungsmittelstände auf dem Weseler Hansefest scheinen durchaus in der Lage zu sein, sich selbstkritisch mit ihren grammatikalischen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Oder das andere tun zu lassen. Wie auch immer. Nicht zu leugnen ist allerdings, unabhängig vom tatsächlichen Handlungsablauf, die Aufschrift des werbenden Schildes: ...mit oder ohne roter Tunke... Faszinierend, nicht wahr? Immerhin, zu fünfzig Prozent stimmt die Korrektur sogar. Genauso wie das Korrigierte. Nur eben andersrum.

27.10.07 21:21


Vorweg: Meine Entschuldigung.

Heute hat es mich gepackt und ich muss nochmal die geneigte Leserschaft, so lange sie es denn noch ist, mit meiner Gefühlswelt belästigen.

Es gibt etwas, das ich zu verabscheuen beschließen musste. Folgendes geschah mir am gestrigen Tage: Ich erhielt eine Nachricht, eine Nachricht, die mich begeisterte, freute, still glücklich machte, gar zum Weinen brachte, an eine gute Welt glauben ließ, an einen Sinn hinter all dem, die mich in dieser seltsamen Laune, die mich manchmal befällt, nämlich Gutes im Menschen zu vermuten, tatsächlich bestätigte, die mich zu kreativen Tätigkeiten veranlasste, wenn auch nur vorerst theoretischen, die mich im Nebel meines Bewusstseins Bilder sehen ließ, Bilder, die ich, schon meines Rufes willen, nicht näher beschreiben werde - und die mich fast verzweifeln ließ. Es handelte sich um eine Nachricht, die kaum ein anderer meiner Mitmenschen so auffassen würde wie ich, manche mit Gleichgültigkeit, einige mit Missbilligung, viele, viel zu viele mit Abscheu; und das stellte mich vor ein tiefempfundenes und -erlittenes Problem. Wie jemandem mitteilen, was das eigene Herz bewegt, wenn die Reaktionen schon vorher in den Sand geschrieben stehen, auf den zwischenmenschliche Beziehungen nunmal gebaut sind? Traurig, aber wahr: Es sollte unterlassen werden.

22.10.07 19:15


Betrachtungen einer subterranen Welt

Ich fahre zunehmend gern U-Bahn. Oder ich fahre zunehmend ungern U-Bahn. Zu einem genauen Schluss konnte ich noch nicht kommen, bereitet mir mein Verhalten in unterirdischen Verkehrsmitteln doch sowohl Behagen als auch leichtes Unwohlsein. Der Hang, die anderen Fahrgäste zu beobachten, findet sich zwar nicht nur in eben jenem Fortbewegungsmittel, ist aber der äußeren Umstände wegen bei mir dort besonders ausgeprägt, da mein zweitwichtigstes Fortbewegungsmittel, was meine durchaus robusten und leistungsstarken zwei Füße sind, bietet keine so willkommene Möglichkeit, ja, geradezu den Zwang, sich mit dem anwesenden Rest der Welt auseinander zu setzen, da dieser schließlich nicht in der Lage ist, zu entweichen. Wozu mir nun wieder gleich ein weiterer Themenbereich einfällt, von dem ich nicht sicher bin, ihn hier abdecken zu wollen, den die tieferen Tiefen meiner wirren Psyche sollten vielleicht doch nur mir vorbehalten bleiben, immerhin bin ich nicht hier, um Sie, meine werten Leser, in tiefe Verzweiflung zu stürzen, da ich dieses Leid nicht verantworten könnte, ganz zu schweigen von den Massen an Tröstkuschelkraulliebhabundsoweiterundsofort-Mails, die mich unweigerlich auf einen solchen Einblick hin erreichen würden. Ich habe mit den Huldigungs- und Bitt-Briefchen schon genug zu tun.
In diesem Sinne verabschiede ich mich vorerst von den U-Bahnen und werde meine Erfahrungen weitertreiben. Mich reizt vor allem die Charakterisierung einer Einzelperson, möglicherweise auf einer längeren Fahrt. So tief sitzt die Verzweiflung bereits. 

22.10.07 19:03


Zwischenspiel

Meine Damen, meine Herren...
Hier bin ich und hier gehe ich. Die Inspirationslage hat sich nicht gerade zum besseren gewendet, und bis in etwa einer Woche bin ich sowieso nicht da.
In diesem Sinne... 

15.10.07 18:54


Lob der Höhe

Um dieses hier endgültig zur Plattform meiner Gefühle und Befindlichkeiten zu machen: Es ist schon ein Kreuz. (Was soll das überhaupt heißen? Ein Kreuz ist eiin Gebilde aus Holz, Stein oder sonstigem Material... und das kann man von den meisten Unannehmlichkeiten, die so bezeichnet werden, nicht behaupten. Obwohl Holz und Stein auch zur Unannehmlichkeit werden können. Nebenbei bemerkt. Besonders von oben oder mit großem Schwung.) Für mich, eine große Liebhaberin der Höhe, der Weite und der Ferne, man mag das in meinem Wesen und meiner Überheblichkeit erkennen, stellt es einen großen Schrecken dar, festzustellen, dass eben diese Extreme mir oder vielmehr meinem Körper große Schwierigkeiten bereiten. Eine sattsam bekannte Unwilligkeit zur großer Höhe und die damit verbunden Unwohlheitsgefühle machten mir zwar erst jüngst in ebenjener großen Höhe zu schaffen, aber nicht einmal in meinen kühnsten Träumen - erstaunlich, wirklich. Die Kontrolle zu verlieren über den eigenen Körper. Atmung, Beine, Muskeln und Tränenfluss nicht mehr kontrollieren zu können. Nach Luft schnappend und unkontrolliert zitternd, mit nachgebenden Beinen und mit tränenüberströmtem Gesicht. Und dabei nie den Boden verlassen zu haben.

 

28.9.07 20:12


Ich sollte wirklich aufhören, Bahn zu fahren. Wirklich. Es tut mir nicht gut. Mir nicht, meiner Wahrheitsliebe nicht, meinem Selbstwertgefühl nicht. Kein Augenblick vergeht, in dem ich nicht mit mir ringen muss, die anderen Fahrgäste nicht an meiner übersprudelnden Weisheit teilhaben zu lassen. "Sie haben übrigens ein äußerst durchschnittliches Gesicht, welches zusammen mit ihrer knolligen Nase durchaus als "bäurisch" zu bezeichnen wäre." Jedesmal, wenn ich, unbeschäftigt und aufnahmefähiger als sonst, in Bus und Bahn sitze, fallen mir die äußerlichen Merkmale der Mitreisenden auf. Und jedesmal, wenn ich kurz davor stehe, den Mund zu öffnen ("...Sie, ihr Haar ist aber wirklich außerordentlich formlos...", reiße ich mich buchstäblich im letzten Moment noch zurück, stelle mir stattdessen die Reaktionen der so Angesprochenen vor. Und ich muss sagen, dass mir völlig schleierhaft ist, welche Variante die realistischste wäre; nur, dass ich die Stadt, in der ich das einst ausprobieren werde, nie wieder betreten werde.
26.9.07 17:54


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