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Zwischenspiel

Meine Damen, meine Herren...
Hier bin ich und hier gehe ich. Die Inspirationslage hat sich nicht gerade zum besseren gewendet, und bis in etwa einer Woche bin ich sowieso nicht da.
In diesem Sinne... 

15.10.07 18:54


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Betrachtungen einer subterranen Welt

Ich fahre zunehmend gern U-Bahn. Oder ich fahre zunehmend ungern U-Bahn. Zu einem genauen Schluss konnte ich noch nicht kommen, bereitet mir mein Verhalten in unterirdischen Verkehrsmitteln doch sowohl Behagen als auch leichtes Unwohlsein. Der Hang, die anderen Fahrgäste zu beobachten, findet sich zwar nicht nur in eben jenem Fortbewegungsmittel, ist aber der äußeren Umstände wegen bei mir dort besonders ausgeprägt, da mein zweitwichtigstes Fortbewegungsmittel, was meine durchaus robusten und leistungsstarken zwei Füße sind, bietet keine so willkommene Möglichkeit, ja, geradezu den Zwang, sich mit dem anwesenden Rest der Welt auseinander zu setzen, da dieser schließlich nicht in der Lage ist, zu entweichen. Wozu mir nun wieder gleich ein weiterer Themenbereich einfällt, von dem ich nicht sicher bin, ihn hier abdecken zu wollen, den die tieferen Tiefen meiner wirren Psyche sollten vielleicht doch nur mir vorbehalten bleiben, immerhin bin ich nicht hier, um Sie, meine werten Leser, in tiefe Verzweiflung zu stürzen, da ich dieses Leid nicht verantworten könnte, ganz zu schweigen von den Massen an Tröstkuschelkraulliebhabundsoweiterundsofort-Mails, die mich unweigerlich auf einen solchen Einblick hin erreichen würden. Ich habe mit den Huldigungs- und Bitt-Briefchen schon genug zu tun.
In diesem Sinne verabschiede ich mich vorerst von den U-Bahnen und werde meine Erfahrungen weitertreiben. Mich reizt vor allem die Charakterisierung einer Einzelperson, möglicherweise auf einer längeren Fahrt. So tief sitzt die Verzweiflung bereits. 

22.10.07 19:03


Vorweg: Meine Entschuldigung.

Heute hat es mich gepackt und ich muss nochmal die geneigte Leserschaft, so lange sie es denn noch ist, mit meiner Gefühlswelt belästigen.

Es gibt etwas, das ich zu verabscheuen beschließen musste. Folgendes geschah mir am gestrigen Tage: Ich erhielt eine Nachricht, eine Nachricht, die mich begeisterte, freute, still glücklich machte, gar zum Weinen brachte, an eine gute Welt glauben ließ, an einen Sinn hinter all dem, die mich in dieser seltsamen Laune, die mich manchmal befällt, nämlich Gutes im Menschen zu vermuten, tatsächlich bestätigte, die mich zu kreativen Tätigkeiten veranlasste, wenn auch nur vorerst theoretischen, die mich im Nebel meines Bewusstseins Bilder sehen ließ, Bilder, die ich, schon meines Rufes willen, nicht näher beschreiben werde - und die mich fast verzweifeln ließ. Es handelte sich um eine Nachricht, die kaum ein anderer meiner Mitmenschen so auffassen würde wie ich, manche mit Gleichgültigkeit, einige mit Missbilligung, viele, viel zu viele mit Abscheu; und das stellte mich vor ein tiefempfundenes und -erlittenes Problem. Wie jemandem mitteilen, was das eigene Herz bewegt, wenn die Reaktionen schon vorher in den Sand geschrieben stehen, auf den zwischenmenschliche Beziehungen nunmal gebaut sind? Traurig, aber wahr: Es sollte unterlassen werden.

22.10.07 19:15


Es erscheint mir tatsächlich so...

...als ob es Menschen wie mich gäbe. Ich weiß, diese Vermutung ist schockierend, aber nichtsdestotrotz drängt sie sich hin und wieder auf. Unweigerlich. Um einfallsloserweise über weitere Fälle im deutschen Schilderwald zu referieren: Die Betreiber eines der vielen Nahrungsmittelstände auf dem Weseler Hansefest scheinen durchaus in der Lage zu sein, sich selbstkritisch mit ihren grammatikalischen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Oder das andere tun zu lassen. Wie auch immer. Nicht zu leugnen ist allerdings, unabhängig vom tatsächlichen Handlungsablauf, die Aufschrift des werbenden Schildes: ...mit oder ohne roter Tunke... Faszinierend, nicht wahr? Immerhin, zu fünfzig Prozent stimmt die Korrektur sogar. Genauso wie das Korrigierte. Nur eben andersrum.

27.10.07 21:21





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