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Mit bitteren Grüßen

 

Julien brachte es zu einer derart hohen Vollkommenheit in dieser Art Beredsamkeit, die an Stelle der raschen Entschlusskraft des Kaiserreichs getreten ist, dass er sich schließlich selber beim Klang seiner Worte langweilte.“

 

Warum braucht jemand 176 Seiten für den ersten halbwegs erleuchteten Einfall, abgesehen von den jedem Kapitel vorgestellten Mottos? Mottos übrigens ist laut Duden und sonst noch so einigen der korrekte Plural vom Motto. Eine Nadel bohrt sich in mein Herzchen.

Warum zitiert jemand Shakespeare, Byron und griechische Klassiker und nimmt es sich trotzdem heraus, mich mit literarischen Mittelmäßigkeiten zu quälen? Warum druckt ein Verleger ein solches Werk von knapp 600 Seiten auf geschätzt anderthalb Zentimeter dickes Papier, so dass der pure Anblick des Machwerkes dem willigen Leser einen drohenden Herzstillstand und mindestens 1200 Seiten vor Augen stellt? Warum benennt sich ein Franzose nach einer deutschen Kleinstadt? Wo kommt das h her? Liegt der Ursprung des Namens doch ganz woanders?

Fragen über Fragen, die die Lektüre von Rot und Schwarz von Stendhal nicht beantworten kann und will. Zumindest bis jetzt noch nicht.

Allerdings gibt es Persönlichkeiten, die nur glücklich sind, wenn sie sich lange und ausgiebig über Missstände, Fehlgriffe und Unerträglichkeiten ereifern können. Die Verfasserin scheint dazu zu gehören; falls mich jemand sucht, ich lese in zu dick aussehenden Büchern.

17.4.09 17:04
 



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