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Ueber den Seelenfrieden

 

Ursula Elisabeth von Motz schrieb vermutlich ein Buch mit dem Titel „Über den Seelenfrieden“, das, falls ich das ungelesene Werk richtig überblicke, sich mit der tugendhaften Weibsperson im Sinne Jesus’ beschäftigt. So oder ähnlich.

Darum soll es aber eigentlich gar nicht gehen.

Vielmehr geht es um den meinen, ganz und gar säkularisierten Seelenfrieden. Und um die Emanzipation, geschlechtergerechte Sprache und Auberginen. Gerade letztere sollten nicht vergessen werden in der Aufzählung der großen Themen des beginnenden 21. Jahrhunderts. Wie? Diese Themen seien überholt? Veraltet? Antiquiert? Betätigungsfelder des 20. Jahrhunderts, des Küchengartens, einer geistigen Strömung, die sich größtenteils zusammensetzt aus Verschwörungstheorien, Hohlwelt, Außerirdischen und Sellerie? Möglich.

Darum soll es aber eigentlich gar nicht gehen.

Vielmehr geht es um eine Erscheinung des ausgehenden 20. Jahrhunderts, deren Ende ([un]glücklicherweise?) auch mehr als 2000 Jahre nach der Geburt des „Friedensfürsten“ nicht in Sicht zu sein scheint. Ja, ganz recht. Ich spreche von Microsoft, genauer: von Windows, genauer: vom Word-Schreibprogramm. Dieses ist bekanntlich nicht besonders akribisch in der Recherche der Grundlagen für seine Rechtschreibprüfung, wartet aber nichtsdestotrotz immer wieder mit unerwarteten Überraschungen auf. Um dieses zu demonstrieren, bat ich den guten alten Onkel Google um eine Textprobe, in der das betreffende Wort eine beliebige, wenn nicht exponierte, Stellung einnimmt. Das vorliegende Beispiel ist kein besonders günstiges, faszinierte aber ausreichend, um nichtsdestotrotz Eingang zu finden in diese Exkursion in die wirren Weiten der Rechtschreibprüfung.

Genießen Sie also mit mir:

Ueber den Seelenfrieden...


Jahre der Emanzipation und des Feminismus! Umsonst?!

Doch damit nicht genug. Aus unerfindlichen Gründen wechselt man mitten auf der Seite die geprüfte Sprache, die prompt eine Missschreibung diagnostiziert:

Überflüssig zu sagen, dass die deutsche Rechtschreibprüfung „Gotha“ umstandslos als korrektes Wort erkennt. Dafür kennt sie allerdings das Wort „umstandslos“ nicht und versucht zu „umstandslose“ zu verbessern. Ebenso „Google“, für das Word überhaupt keinen Verbesserungsvorschlag kennt. Moderne Zeiten...

Darum sollte es eigentlich gehen.

Nichtsdestotrotz kann ich es mir nicht verkneifen, doch noch einmal einzufügen, worum es eigentlich gehen soll. U. E. von Motz (pure Koinzidenz, ich bin unschuldig...) hat meine Faszination zu sehr gewonnen. Kostprobe gefällig?

 

Einleitung.

Friede sein mit euch!  - dies war der himmlische Gruß, womit der verklärte göttliche Lehrer und Freund seine unter dem Gefühl der Trennung von ihm erliegenden zurückgelassenen Jünger und Lieben nach seiner Auferstehdung begrüßte; den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch,  - dies das köstliche Vermächtniß, welches vor seinem Hinscheiden der Friedensfürst seinen Reichsgenossen hinterließ, Er, bei dessen Geburt schon himmlische Heerscharen die Erde zur Heimath des Friedens einweihten.

Ist denn dieser Segensgruß unseres göttlichen Freundes nur eine leere Formel?

 

Nicht doch. Friede sei mit euch. (o:

18.4.09 16:47
 



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